Siamangs

26. August 2019

Barbara wollte gern noch Siamangs sehen. Siamangs sind die größte Gibbonart und nicht so leicht zu finden.

Hasan, der Manager unserer Unterkunft hat uns beraten und eine Fifty-fifty-Wahrscheinlichkeit prognostiziert überhaupt Gibbons oder Siamangs zu finden. Wir waren immer noch nicht richtig fit und diskutierten, ob wir vielleicht nur eine Halbtagestour machen. Dann hat man allerdings kaum eine Chance die Siamangs zu finden. Also entscheiden wir uns doch für eine Tagestour mit Fokus auf Siamangs.

Abmarsch um 8.00 Uhr. Unserer Guide hat den Teil mit den Siamangs verstanden, aber den Teil mit der Fitness nicht so ganz. Als Erstes überqueren wir den Fluss und marschieren ab dann nur noch steil bergauf.

Gut, dass wir Wasserschuhe mitgenommen haben

Festhalten an Wurzeln und Lianen und irgendwie nach oben.

Dschungelaufstieg
Urwaldriesen gibt es hier ohne Ende
Ohne Worte
Ausblick vom Berggrad
Nase-Goreng als Lunch
Gibbon

Plötzlich haben wir einen Gibbon vor uns. Ich hatte nach dem langen Aufstieg eigentlich schon aufgegeben und dachte: „Ok, der hat uns die Tour verkauft, aber Gibbons werden wir eh nicht sehen.“ Da lag ich falsch.

Ein Gibbon beim Hangeln
Große Freude!
Ein Short-Tail Makake (Schweinsaffe wg. Ringelschwanz) ist uns auch noch begegnet. Etwas aggressiv.
Ein Schmetterling
Jungle Lunch, nicht jedermanns Sache, aber wenn man sonst nichts hat (unserer Tourguide)

Am Berggrad hatten wir dann die Wahl. Fünf Stunden Rückmarsch steil bergab oder 1,5 h Abstieg und wieder das Jungle Taxi (also Rafting mit Reifen). Diesmal würde das Rafting allerdings mindestens eine Stunde dauern. Man muss wissen, dass Rafting hier kein Spass ist. Es geht vorbei an und über Steine und man wird sicher klatschnass. Angesichts 5 Stunden Abstieg war die Wahl trotzdem klar.

Der Guide hat das Rafting nachgeordert und wir marschieren weiter. Gerade um die Ecke haben wir den atemberaubenden Blick auf eine Gruppe von Siamangs!

Hier erkennt man den typischen Kehlsack, der zum Erzeugen der Geräusche dient
Die ganze Affenbande brüllt

Wir hatten großes Glück die Siamangs zu finden. Oder wir haben uns das Glück mit einer harten Tour erkauft. Auf jeden Fall haben wir 1,5 Stunden lang die Siamangs beobachtet. Auf der ganzen Tour sind wir keinem Menschen begegnet, Also eine sehr spezielle Tour auf Wunsch einer einzelnen Dame 🙂

Der Abstieg war wirklich nicht ohne, aber irgendwann haben wir dann den Fluss erreicht. Unsere zusammen gebunden Autoschläuche haben uns wie vereinbart erwartet.

Am Ende waren wir Klatschnass, aber immer noch besser als Laufen 🙂
Nach der Dusche: Jungle Tee, was immer da drinnen ist. Ich bleibe bei einem kalten Bier 🙂

Es war sehr anstrengend aber auch sehr schön. Ich habe aber angekündigt, dass ich für die nächsten zwei Jahre in keinen Dschungel mehr gehe!!

Eine Antwort auf „Siamangs“

  1. Wenn ihr beschlossen habt ,die nächsten zwei Jahre keinen Dschungelurlaub mehr zu
    machen,dann muss es anstrengend gewesen sein.
    Ihr braucht bestimmt den Urlaub nach dem Urlaub.
    Viel Spaß noch .Lg.

Schreibe einen Kommentar