Der Schuhschnabel

Ein sehr typischer Vogel für einige Feuchtgebiete in Uganda ist der Schuhschnabel. Es handelt sich um einen außergewöhnlichen Vogel mit prähistorischem Aussehen. Er ist sehr selten, da der Schuhschnabel nur alle 7 Jahre Nachwuchs haben kann. Die Weibchen werden 4,5 – 8 kg schwer und die Männchen bis zu 12 kg.

Es gibt in der Nähe von Entebbe das Mabamba Bay Wetland. Dort soll es Schuhschnäbel oder Shoebills geben. Wir erkundigen uns nach dem Weg und erfahren, dass der beste Weg, der mit der Fähre ist. Google Maps zeigt den Weg mit Fähre und die Strecke außen herum. Beides soll etwa eine Stunde dauern. Nach den Geschichten über die afrikanischen Fähren, entscheiden wir uns für die Straße. Nach über 2 Stunden treffen wir in Mabamba ein und wissen jetzt genau, warum uns die Fähre empfohlen wurde. Die Strecke war nicht schön zu fahren.

In Mabamba erwarten uns eine große Zahl von Booten und die entsprechenden Guides. Wir werden gleich angesprochen und können unkompliziert eine Tour vereinbaren. Hier sehen wir auch zum ersten Mal eine größere Anzahl von anderen Touristen.

Das Boot fährt gemütlich ins Sumpfgebiet und wir haben eine schöne Tour vor uns. Der Guide erzählt uns, dass er uns auch mit einem Boot in Entebbe abgeholt hätte. Wenn wir dass nur vorher gewusst hätten.

Tatsächlich finden wir ein Pärchen Schuhschnäbel und haben Gelegenheit viele Fotos zu schiessen.

Mich erinnert der Schuhschnabel an einen Flugsaurier. Er steht über eine Stunde regungslos im Sumpf und wartet auf sein Fressen. Kommt ein Fisch zu dicht vorbei, schlägt der Schuhschnabel mit seinem hakenförmigen Schnabel blitzschnell zu.

Unser Guide findet dann auch noch eine Feder vom Schuhschnabel, die er mitnimmt, um das Büro damit zu schmücken. Hier die Aufnahme von der Rettung der Feder.

Ein paar andere Sumpfbewohner gab es dann auch noch:

Nach der Tour entscheiden wir uns für den Rückweg doch für die Fähre, mit etwas mulmigem Gefühl. An der Fährstelle angekommen, müssen wir leider erst mal lange warten. Wir sind in die Mittagspause gekommen. Dafür stehen wir als erste in der Warteschlage.

Jeder wird registriert und kann dann die Fähre kostenlos benutzen. Nach unserer Wartezeit geht es los. Ich fahre ganz nach vorn auf die Fähre. Hier gibt es keine Absperrung oder Begrenzung mehr, sondern man steht einfach kurz vor und über dem Wasser. Das Beladen der Fähre funktioniert nach immer dem gleichen Schema. Erst werden die Autos und Lastwagen hinaufgeladen, dann kommen die Mopeds und danach wird der freie Platz mit Fußgängern aufgefüllt, bis kein Zentimeter mehr Platz ist.

Dann geht es los und die Überfahrt beginnt. Der Viktoriasee liegt sehr ruhig, praktisch keine Wellen und damit geht alles ganz relaxt ab. Das Schiebedach habe ich trotzdem weit geöffnet. Für den Fall der Fälle, kommt man da schnell raus 🙂

Das Abladen der Fähre war dann noch mal Millimeterarbeit, aber in Summe der weit entspanntere Weg.

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