Der Schuhschnabel

Freitag, 28.12.2018

Heute Nacht haben zwei Rhinos direkt am Zaun der Campsite geschlafen. Wir haben erfahren, dass der Zeltplatz zu Territorium der Nashörner gehört und sie früher oft dort waren. Nun schlafen sie halt manchmal am Zaun.

Heute morgen ging es in die Sumpfgebiete, um den Schuhschnabel und andere Vögel zu beobachten. Nach kurzer Autofahrt zogen wir die Gummistiefel an und marschierten los. In den Farben der Gummistiefel spiegelte sich die Lebensfreude der Afrikaner wieder. Ich hatte ein Modell in Pink, während Barbara Schwarze hatte. Verkehrte Welt. Na ja, Hauptsache trocken.

Der Schuhschnabel wurde erspäht und nach dreimal hinschauen, habe ich auch den Kopf über dem Schilf entdeckt. Barbara war mit dem Fernglas im Vorteil und rief ständig fotografier hier und fotografier dort. Ich habe aber auf die Entfernung nicht viel gesehen. Der Blick durch das Teleobjektiv ist dann auch eher ein Tunnelblick.

Wir wurden noch mit einem Kanu auf eine sehr schöne Pirschfahrt durch das Schilf gefahren.

Am Ende haben wir dann doch noch ein paar Fotos von Schuhschnabel, Kingfisher und deren Artgenossen geschossen.

Nach dieser schönen Aktivität, fuhren wir über eine echte Straße Richtung Kampala, um im Osten den Mabira Forest (tropischer Regenwald) zu erreichen. Hier gibt es zwei idyllische Campsites, hatte Barbara recherchiert. Durch Kampala ging es noch ganz gut, aber dann kamen wir in einen hoffnungslosen Stau. Schritttempo. Irgendwann ging auch das vorbei und wir rollten wieder. Also auf zur Campsite der National Forrest Authority. Die haben wir als erstes entdeckt. Der Zeltplatz lag zwar mitten im Wald, aber die Straße war laut zu hören. Der Platz war vermüllt und die Duschen sind in Renovierung. Vom Plumsklo nicht zu reden.

Also weiter zur zweiten Campsite. Die Fahrt dahin war eine der schwierigsten Etappen, die ich bisher gefahren bin. Der Land Cruiser war voll gefordert. Im schwierigen Gelände wird die richtige Fahrstufe eingelegt und man läßt den Land Cruiser einfach fahren. Nicht bremsen, aber gut lenken. Nach gefühlt unendlich langer Fahrt sind wir angekommen. Die Campsite ist in wesentlich besserer Verfassung als die Andere. Nachdem uns der Manager begrüßte, brach der Himmel auf und ein tropischer Regen kam über uns.

Na gut, wir hatten ein trockenes Plätzchen. Als der Regen wieder vorbei war, das geht hier schnell, habe ich das Zelt aufgeklappt und alles vorbereitet.

Jetzt sitzen wir hier im Dunkeln und warten auf unser Abendessen. Der Manager ist gleichzeitig auch der Koch und bereitet uns gerade Vegetable Curry mit Chips zu.

Gute Nacht!

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